Ihr wollt Julia spielen? Lest das hier – und dann überlegt’s euch nochmal.

“Ich habe keine Probleme mit Nähe. Ich halt nur Abstand.”

Julia ist kein Rätsel. Sie ist ein offenes Buch – mit rausgerissenen Seiten, Tintenklecksen und einem Vorhängeschloss. Wer glaubt, sie „knacken“ zu können, sollte besser gleich wieder gehen. Julia tut sich schwer, echte Nähe zuzulassen, weil ihr zu oft Menschen nah waren, die es nicht verdient hatten.

Sie ist Ende 30, trägt ihr Herz nicht auf der Zunge, sondern tief unten vergraben im Garten. Was stattdessen rauskommt? Sarkasmus. Ein schiefer Blick. Ein Satz wie: „Ach, du meinst also, das war nett gemeint?“ – Und schon hat sie dich seziert.

Kleidung: In unserer Vorstellung trägt Julia einen gelben Pullover und blaue Jeans. Sieht gut aus, macht keine Umstände – und sagt mehr, als du denkst. Aber hey – es gibt nur eine Julia und einen Marc. Keine Angst vor Verwechslung! Also: Wenn ihr sie anders seht, dann zeigt uns eure Julia! Frech, feinfühlig, punkig oder poetisch. Hauptsache: nicht pink.

Bewegung & Präsenz: Julia steht selten „einfach nur da“. Sie lehnt. Sitzt schief, raucht. Ihr Körper ist oft bereit zur Flucht – selbst wenn der Ort sicher scheint. Wenn sie mal still ist, passiert innerlich meistens mehr als bei anderen mit Megaphon.

Sprache: Kurze Sätze, spitze Worte. Und trotzdem nie nur gemein. Ihre Sprache ist ein Schutzschild, aber auch ein Test: Wer zuhört, spürt den Riss darunter. Und manchmal – ganz selten – spricht sie ohne Zynismus. Dann wird’s gefährlich. Für sie. Und für uns.

Emotionale Tiefe: Julia hat sich entschieden, niemanden mehr reinzulassen. Nicht aus Bosheit, sondern aus Erfahrung. Nähe ist für sie wie ein Geschenk, das immer wieder zurückkam – beschädigt. Wenn sie also etwas zulässt, dann nie leichtfertig. Und manchmal, ganz selten, wird sie weich. Und ja – sie hat ihn wieder reingelassen. Ihren Bruder.
Offiziell findet sie das IMDDS-Ende zu kitschig.
Wir sind uns aber sicher, dass liegt daran, weil niemand merken soll, dass es ihr etwas bedeutet.

Was Julia nicht ist

Julia ist nicht cool im Sinne von Instagram-mattiertem Trotz. Sie spielt keine harte Frau, sie ist es – aus Notwehr, nicht aus Pose.
Sie ist keine Zynikerin ohne Herz, sondern eine Idealistin mit Pflastern an der Seele.
Sie ist nicht kaputt, sondern angekratzt. Und niemals Opfer – auch wenn sie verloren hat.
Sie ist nicht die Rebellin von der Stange – sie hat keine Lust, dir zu gefallen, aber sie wird dich trotzdem berühren.
Und ganz wichtig:
Julia ist nicht verfügbar. Nicht für schnelle Nähe, nicht für einfache Antworten – und schon gar nicht für Geschichten, die sich einfach so gut ausgehen.