ihr wollt Marc spielen? Dann redet weniger - und denkt grösser!
“Ich bin nicht konfliktscheu - nur konflikermüdet.”
Was Marc macht
Marc ist Verwaltungsbeamter.
Das sagt eigentlich schon alles.
Er lebt in Formularen, spricht flüssig § Paragraphisch und bringt auch in den größten Durcheinanderakten noch Ordnung.
Nicht, weil er es liebt – sondern weil er gelernt hat, dass Ordnung weniger weh tut als Konflikt.
Früher – bei seiner Mutter – gab es nie Ärger, wenn er einfach gemacht hat, was von ihm erwartet wurde.
Funktionieren war sicher. Also funktioniert er. Heute noch. Im Beruf, in sich selbst – und auch zu Hause, bei Charlotte, die ganz selbstverständlich die Hosen anhat.
Was Marc kann
Marc kann perfekt spüren, was andere brauchen, bevor sie es sagen.
Er hat ein inneres Radar für Stimmungen, Spannungen, Erwartungen.
Denn das war seine Überlebensstrategie: schnell erkennen, was „richtig“ ist und es tun.
Aber in all dem Mitfühlen hat er sich selbst irgendwann überhört.
Marc funktioniert, statt zu leben.
Und langsam beginnt er zu merken, dass das ein schlechter Tausch war.
Was Marc übersieht
Dass man auch selbst reißen kann.
Dass Funktionieren kein Leben ersetzt.
Dass man jemanden verlieren kann, wenn man ihn zu gut versteht, aber nicht genug zurückfragt.
Marc hat vergessen, sich selbst zu fragen, was er will – weil er immer nur schaut, was andere brauchen.
WAS MARC NICHT IST
Was in Marc brodelt
Marc ist kein Rebell. Aber er merkt, dass da etwas nicht mehr stimmt.
Dass Charlotte ihre Liebe präpariert wie ein Plüschtier mit Pinzette.
Dass seine Vergangenheit an ihm zieht wie ein Kind an der Krawatte.
Dass er vielleicht mal raus muss. Nicht nur aus der Stadt. Aus sich selbst.
Sein Symboltier: der Hase.
Sanft. Fluchtbereit. Aber mit erstaunlichem Orientierungssinn, wenn’s hart auf hart kommt.
Marc ist nicht der Dumme.
Nicht der Feigling.
Nicht der Langweiler, für den ihn manche halten.
Er ist jemand, der gelitten hat, ohne Drama zu machen.
Jemand, der Nähe sucht, obwohl er gelernt hat, sich leise zu entfernen.
Und wenn er die Krawatte weglässt, ist das vielleicht der Anfang von etwas, das er längst verlernt hat:
Leben.